gsk unternehmensberatung
8. Lübecker Symposium PDF Drucken

 

Best Hospital 2020
am Universitätsklinikum Frankfurt am Main

29. März 2012

   

Wenn du schnell gehen willst,
geh allein,
willst du weit gehen,
geh zusammen mit anderen.

Sprichwort der Tuareks

Sehr geehrte Damen und Herren,

in diesem Jahr steht das Lübecker Symposium unter der Devise eines afrikanischen Sprichwortes, wir stehen vor weit reichenden Herausforderungen und können sie nur gemeinsam erfolgreich annehmen. Über das Grundsätzliche müsse Einigkeit bestehen.

Im deutschen und europäischen Gesundheitswesen ist jedoch Wandel die Regel und Beständigkeit die Ausnahme. Eine effiziente intersektorale Kooperation ist rudimentär ausgebaut.

Themenfelder, wie fehlende Investitionsmittel, Schuldenbremse, Ineffizienzen, fehlende Vernetzungen schaffen zunehmen eine verengte Perspektive hinsichtlich der weiteren Finanzierungsmöglichkeiten von deutschen Kliniken.

Finanz- und Wirtschaftskrise haben kurz- und mittelfristig erhebliche Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft des Staates und auf das Anforderungsprofil der kreditierenden Banken. Im Ergebnis sind daher Ineffizienzen zu beseitigen, um Kliniken und ambulanten Praxen eine effiziente und somit wettbewerbsfähige Unternehmensstrategie zu geben.  

Es sind qualitative Stellhebel, die unabhängig von der Eigentümerstellung, ob Privat oder Öffentlich, geregelt werden können und müssen, um langfristig die Gesundheitsversorgung sicherstellen zu können.

Dem Management und den Trägern deutscher Kliniken ist es jedoch in den letzten Jahren kaum gelungen, Einfluss auf die Diskussion von vollständiger Privatsierung und deren Alternativen zu nehmen und für eine Versachlichung der Argumente zu sorgen. Im Gegenteil, die ökonomische Perspektive bei den vorherrschenden Diskussionen gibt den Befund exakt wieder.

Die positionsbezogene Entweder- Oder Diskussion im Privatisierungsbereich, eine "Alles-oder-nichts-Lösung" und die zunehmend prekäre Situation der Finanzierungsstruktur  verstellt den Blick auf interessensbezogene Alternativen  , die Potentiale beinhalten, aber auch Kooperationen mit privaten Investoren zulassen.

Gespräche mit Patienten und Pflege sind zeit- und kostenintensiv, der Patient bleibt flüchtig. Und ganz nebenbei wird der Patient, um den es doch primär gehen soll, gescannt, in Datenprofile gepackt, als Kunde fokussiert, ist dass das alleinige Ziel?

Ein Wechsel der Blickrichtung ist erforderlich, gerade vor dem Hintergrund der Finanzsituation,  um das Ziel, die qualitätsorientierte Gesundheitsversorgung in einem demokratischen Gemeinwesen nicht aus dem Auge zu verlieren.

Der Grad der Kooperations- und Koproduktionsfähigkeit  im Gesundheitssektor ist perspektivisch der essentielle Erfolgsparameter für Dienstleistungen, Produktion, Forschung sowie Lehre.

Mediziner und Klinikvorstände sind Manager. Damit teilen sie die Aufgaben aller anderen Manager, aus einem endlichen Budget für ihr Unternehmen das Maximum auszuschöpfen.

Partnerschaften, verbunden mit modernen Organisations- und Infrastrukturkonzepten, können den medizinischen, pflegerischen Leistungsträgern Hilfestellungen bieten.

Dafür, wie der Pfad zwischen alten Werten und neuen Konzepten aussehen kann, gibt es leider kein Rezept. Bei sich zu sein, sich nicht zu täuschen und sich mit Kollegen und anderen Handlungsakteuren auszutauschen, ist Strategie dieser Leitveranstaltung  am 29. März 2012 am Universitätsklinikum Frankfurt am Main.

Es werden unter anderem praxisorientierte Lösungskonzepte aus dem Bereich der Echten Partnerschaften und deren Alternative, die materiellen Privatisierung, diskutiert.

Diese Gesundheitsinitiative, das Lübecker Symposium,ist in diesem Gast des Landes Hessen und des Universitätsklinikums Frankfurt. Es ist die Netzwerkveranstaltung in Deutschland, die in enger Kooperation mit anderen Partnern aus Gesellschaft, Politik und Industrie einmal im Jahr in einem anderen Bundesland durchgeführt wird.

Es wird bewusst keine bzw. eine stark reduzierte Teilnahmegebühr erhoben, so dass ein unkomplizierter Zugang möglich ist.

Das vollständige Programm und die Unterlagen zur Anmeldung sind dieser Webseite zu entnehmen.

Eine begrenzte Teilnehmerzahl, die sich wohltuend von den üblichen Veranstaltungen abhebt, sichert einen fruchtbaren Austausch der Informationen.

Ich blicke daher mit großem Interesse dieser Gesundheitsinitiative entgegen.

Wir hoffen auf einen intensiven Gedankenaustausch, eine lebhafte Diskussion und freuen uns auf Ihr Kommen.

Ihr
Martin Henze

Geschäftsführer der GSK Strategy Consultants International